Bogenschießen in der Schützengilde Hall e.V.

Bogenarten & Bogendisziplinen

Schießzeiten:

Mittwochs

18 - 20 Uhr

Sonntags

9 - 12 Uhr nur nach Absprache

 

Ansprechpartner : 

Alwin Schuh 

- Handy. 0160/90200629
- Festnetz 07971-5766
- E-Mail alwin.schuh@t-online.de

Das erste mal ist kostenlos und dann kostet es für Gastschützen 5 €uro.
Es kann auch bei schlecht Wetter und Dunkelheit geschossen werden, durch überdachte Bogenbahn.

Recurve-Bogen, Pfeile und Ausrüstung (Armschutz, Tab usw.) sind Vorhanden.

 

 

  
Das Sportgerät
 

Pfeil und Bogen gehören zu den ältesten bekannten Distanzwaffen und wurden schon in der Steinzeit als Jagd- und Kampfwaffen bei allen Kulturvölkern benutzt. Höhlenzeichnungen aus Spanien wurden auf mindestens 15.000 Jahre geschätzt, erste Funde von Pfeilschäften in Deutschland sind auf 9000 Jahre v.Chr. datiert. Jedoch diese art von Bögen sind mit den heutigen Sportbogen und Pfeilen nicht mehr zu vergleichen. Die heutigen Bogen sind Hightechgeräte, gefertigt aus modernsten Materialien. Die Faszination des Bogenschießens bleibt ungebrochen. Trotz der hochmodernen und technologisch so interessanten Bögen kommt es beim Bogenschiessen neben dem Training auch auf das koordinierte Zusammenspiel von Kraft, Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit und technischem Gespür für die individuelle Ausrüstung an. 

Es werden folgende Bogentypen unterschieden:

Recurvebogen

(mit Visier und Stabilisatoren)

Blankbogen

(ohne Visier und Stabilisatoren)

Langbogen

(in Aussehen vergleichbar mit den ersten Bogen)

Compound-Bogen

(technisch hochgerüsteter kurzer Bogen mit einer Kraftumsetzung über Rollen)

 

Der Recurvebogen
 

Der Recurvebogen besteht meistens aus drei Teilen, einem Griffstück und zwei Wurfarmen. Diese Teile werden zusammengesteckt und verschraubt. Bei dreiteiligen Bögen sind die Griffstücke meist aus Aluminium und die Wurfarme aus Holz, Karbon (Kohlenstofffaser), Fiberglas oder einer Mischung dieser Materialien. Es gibt auch einteilige Bögen, welche insgesamt aus Holz, Fiberglas und Karbon bestehen oder aus diesen Materialien kombiniert sind.

Die in der Abbildung wie 'Antennen' wirkende Konstruktion sind Stabilisatoren. Die Stabilisatoren reduzieren die Kräfte die beim Abschuß des Pfeils Auftreten , wodurch der Bogen stabilisiert und die Trefferquote erhöht wird.

Geschossen wird der Recurvebogen als Olympischer Bogen mit Visier oder als Blankbogen ohne Visierung.


Mit dem Recurvebogen schießt man Aluminiumpfeile, Karbonpfeile oder Aluminiumkarbonpfeile.  Die Pfeile unterscheiden sich in der Steifigkeit, dem Durchbiegmoment des Pfeils beim Abschuss.

 

 

Der Blankbogen
 
Bei einem Blankbogen handelt es sich um einen Recurve-Bogen ohne Visier und Stabilisatoren, teilweise haben sie auch keine Pfeilauflage. Beim Blankbogen zielt man über den Pfeil. Dies ist eine der traditionellsten Art des Bogenschießens.

 

 

Der Langbogen
 
Der traditionelle Langbogen(Longbow) ist aus einem Stück Holz mit gerade auslaufenden Enden gefertigt. Typische Hölzer zum Bau eines Langbogens sind Bambus, Eibe, Bergahorn, Esche.
Die Bogensehne ist heutzutage aus Kunststoff hergestellt und ist den früher benutzten Tiersehnen weit überlegen.
Die Pfeile sind im Gegensatz zu den Sportbögen auch heute noch aus Holz gefertigt. Es gibt sogar Holzpfeile, die in einem sehr aufwendigen Verfahren in der Mitte hohl hergestellt werden, sogenannte Holzhohlschäfte. Im Wettkampf müssen unbedingt immer noch Naturfedern verwendet werden.
Selbstverständlich sind Nocken und Pfeilspitzen in der modernen Zeit nicht mehr aus Knochen und Stein, sondern aus Kunststoff und Stahl. Der Langbogen besitzt kein Visier, da er wie beim Blankbogen über den Pfeil gezielt wird.
Ohne jede technischen Hilfsmittel stellt der Langbogen beim Schießen hohe Anforderungen an die Schützen. Langbogen werden überwiegend für das Jagdschießen benutzt.

 

Der Compound-Bogen
 
Typisch am Compound-Bogen sind die Umlenkrollen an den Wurfarmenden. Diese arbeiten nach dem Flaschenzugprinzip und bewirken, zusammen mit der Ausformung der Wurfarme und der Bogensehnenumlenkung, eine Reduzierung  des Zuggewichts bei vollem Auszug. Im Gegensatz zum Recurve-Bogen, der sein volles Zuggewicht bei vollem Auszug hat, ist die Zugkraft des Compound-Bogen am Anfang hoch und reduziert sich  ab einem Punkt um ca. die Hälfte, dies erleichtert den Zielvorgang.
Man kann diesen Bogen mit oder ohne einer abzugsähnlichen Abschußhilfe, mit oder ohne Visier schießen. Zusätzlich ist ein Lochvisier in der Sehne erlaubt.
Auf diesem Bogen verwendet man die gleichen Pfeile wie auf dem Recurvebogen

 

 

 

Disziplinen

 

Innerhalb eines Sportjahres werden folgende Turniere und Meisterschaften im Freien, nach dem FITA - Regelwerk und der Sportordnung durchgeführt.

 

FITA - Runde im Freien (nationale Sternturniere) nach der SpO Teil 6

je 36 Pfeile auf 90, 70, 50 und 30 m. für Herren und Junioren

je 36 Pfeile auf 70, 60, 50 und 30 m. für alle weiblichen Teilnehmer

 Das internationale Sternturnier ist beim DSB - Bogenreferenten zu beantragen.

Die Schießzeiten der Wertungspfeile bei den Wettkämpfen im Freien betragen:

- lange Distanzen 90 / 70 m bzw. 70 / 60 m: 6 Pfeile (1 Passe) = 4 Minuten
- kurze Distanzen 50 / 30 m bzw. 25 / 18 m: 3 Pfeile (1 Passe) = 2 Minuten

 

FITA - Meisterschaftsprogramm im Freien nach der SpO Teil 6

- 2 x 36 Pfeile auf 70 m für Schützen, Damen, Jugend m / w, Junioren m / w,

   Altersklassen m / w und Senioren / innen;

- 2 x 36 Pfeile auf 40 m für die Schüler A m / w;
- 2 x 36 Pfeile auf 25 m für die Schüler B m / w;

Die Schießzeiten für das Meisterschaftsprogramm betragen auf alle Distanzen 4 Minuten je Passe (6 Pfeile).

Bei der Deutschen Meisterschaft werden in der Damen- und Schützenklasse, nach der Qualifikationsrunde (2 x 36 Pfeile), im Ausscheidungsschießen mit anschließendem Finale ( nach dem KO - System ) die Deutschen Meister im Recurvebogen und Compoundbogen ermittelt.

 

 

Ausführlichere Angaben im FITA-Regelwerk und der DSB-Sportordnung.