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Pfeil und Bogen gehören zu den ältesten bekannten
Distanzwaffen und wurden schon in der Steinzeit als Jagd- und
Kampfwaffen bei allen Kulturvölkern benutzt. Höhlenzeichnungen aus
Spanien wurden auf mindestens 15.000 Jahre geschätzt, erste Funde von
Pfeilschäften in Deutschland sind auf 9000 Jahre v.Chr. datiert. Jedoch
diese art von Bögen sind mit den heutigen Sportbogen und Pfeilen nicht
mehr zu vergleichen. Die heutigen Bogen sind Hightechgeräte, gefertigt
aus modernsten Materialien. Die Faszination des Bogenschießens bleibt
ungebrochen. Trotz der hochmodernen und technologisch so interessanten Bögen
kommt es beim Bogenschiessen neben dem Training auch auf das
koordinierte Zusammenspiel von Kraft, Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit
und technischem Gespür für die individuelle Ausrüstung an.
Es werden folgende Bogentypen unterschieden:
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Recurvebogen |
(mit Visier und Stabilisatoren) |
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Blankbogen |
(ohne Visier und Stabilisatoren) |
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Langbogen |
(in Aussehen vergleichbar mit den
ersten Bogen) |
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Compound-Bogen |
(technisch hochgerüsteter kurzer
Bogen mit einer Kraftumsetzung über Rollen) |
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Der Recurvebogen |
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Der Recurvebogen besteht
meistens aus drei Teilen, einem Griffstück und zwei
Wurfarmen. Diese Teile werden zusammengesteckt und
verschraubt. Bei dreiteiligen Bögen sind die Griffstücke
meist aus Aluminium und die Wurfarme aus Holz, Karbon (Kohlenstofffaser),
Fiberglas oder einer Mischung dieser Materialien. Es
gibt auch einteilige Bögen, welche insgesamt aus Holz,
Fiberglas und Karbon bestehen oder aus diesen
Materialien kombiniert sind.
Die in der Abbildung wie
'Antennen' wirkende Konstruktion sind Stabilisatoren.
Die Stabilisatoren reduzieren die Kräfte die beim
Abschuß des Pfeils Auftreten , wodurch der Bogen
stabilisiert und die Trefferquote erhöht wird.
Geschossen wird der Recurvebogen als Olympischer Bogen
mit Visier oder als Blankbogen ohne Visierung.
Mit dem Recurvebogen schießt man Aluminiumpfeile,
Karbonpfeile oder Aluminiumkarbonpfeile. Die
Pfeile unterscheiden sich in der Steifigkeit, dem Durchbiegmoment
des Pfeils beim Abschuss.
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Der Blankbogen |
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Bei einem Blankbogen handelt
es sich um einen Recurve-Bogen
ohne Visier und Stabilisatoren, teilweise haben sie auch
keine Pfeilauflage. Beim Blankbogen zielt
man über den Pfeil. Dies ist eine der traditionellsten
Art des Bogenschießens.
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Der Langbogen |
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Der traditionelle
Langbogen(Longbow) ist
aus einem Stück Holz mit gerade auslaufenden Enden
gefertigt. Typische Hölzer zum Bau eines Langbogens
sind Bambus, Eibe, Bergahorn, Esche.
Die Bogensehne ist heutzutage aus Kunststoff hergestellt und
ist den früher benutzten Tiersehnen weit überlegen.
Die Pfeile sind im Gegensatz zu den Sportbögen auch
heute noch aus Holz gefertigt. Es gibt sogar Holzpfeile,
die in einem sehr aufwendigen Verfahren in der Mitte
hohl hergestellt werden, sogenannte Holzhohlschäfte. Im
Wettkampf müssen unbedingt immer noch Naturfedern
verwendet werden.
Selbstverständlich sind Nocken und Pfeilspitzen in der
modernen Zeit nicht mehr aus Knochen und Stein, sondern
aus Kunststoff und Stahl. Der Langbogen besitzt kein
Visier, da er wie
beim Blankbogen über den Pfeil gezielt wird.
Ohne jede technischen Hilfsmittel stellt der Langbogen
beim Schießen hohe Anforderungen an die Schützen.
Langbogen werden überwiegend für das Jagdschießen
benutzt. |
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Der Compound-Bogen |
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Typisch am Compound-Bogen
sind die Umlenkrollen an den Wurfarmenden. Diese
arbeiten nach dem Flaschenzugprinzip und bewirken, zusammen mit der Ausformung der Wurfarme und
der Bogensehnenumlenkung, eine Reduzierung des
Zuggewichts bei
vollem Auszug. Im Gegensatz zum Recurve-Bogen, der sein
volles Zuggewicht bei vollem Auszug hat, ist die Zugkraft des Compound-Bogen
am Anfang hoch und reduziert sich ab einem Punkt
um ca. die Hälfte, dies
erleichtert den Zielvorgang.
Man kann diesen Bogen mit oder ohne einer
abzugsähnlichen Abschußhilfe, mit oder ohne Visier
schießen. Zusätzlich ist ein Lochvisier in der Sehne
erlaubt.
Auf diesem Bogen verwendet man die gleichen Pfeile wie
auf dem Recurvebogen
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FITA - Runde im Freien (nationale Sternturniere)
nach der SpO Teil 6
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je 36 Pfeile auf 90, 70, 50 und 30
m. für Herren und Junioren |
| je 36 Pfeile auf 70, 60, 50 und 30 m. für alle
weiblichen Teilnehmer |
Das internationale Sternturnier ist beim DSB -
Bogenreferenten zu beantragen.
Die Schießzeiten der Wertungspfeile bei den Wettkämpfen im Freien
betragen:
| - lange Distanzen 90 / 70 m bzw. 70 / 60 m: 6
Pfeile (1 Passe) = 4 Minuten |
| - kurze Distanzen 50 / 30 m bzw. 25 / 18 m: 3
Pfeile (1 Passe) = 2 Minuten |
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FITA - Meisterschaftsprogramm im Freien nach der
SpO Teil 6
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- 2 x 36 Pfeile
auf 70 m für Schützen, Damen, Jugend m / w, Junioren m / w,
Altersklassen m / w und Senioren / innen; |
| - 2 x 36 Pfeile auf 40 m für die Schüler A m
/ w; |
| - 2 x 36 Pfeile auf 25 m für die Schüler B m
/ w; |
Die Schießzeiten für das Meisterschaftsprogramm betragen auf alle
Distanzen 4 Minuten je Passe (6 Pfeile).
Bei der Deutschen Meisterschaft werden in der Damen- und
Schützenklasse, nach der Qualifikationsrunde (2 x 36 Pfeile), im
Ausscheidungsschießen mit anschließendem Finale ( nach dem KO -
System ) die Deutschen Meister im Recurvebogen und Compoundbogen
ermittelt. |